Finanzierung

Überblick über Pflegegrade

Finanzen - Finanzierung

Festsetzung des Pflegegrades

Vor der Heimaufnahme muss durch den Medizinischen Dienst der Pflegekassen (MDK) die so
genannte Heimpflegebedürftigkeit festgestellt werden. In einem Gutachten stellt der MDK auch
den Grad der Pflegebedürftigkeit fest. Nach dieser Einstufung richten sich die zu erbringenden
Pflegeleistungen des Martinstift und der entsprechende Pflegesatz. Der
Pflegegrad und damit auch die Höhe des Pflegesatzes kann sich während des Aufenthaltes
in der Einrichtung verändern. Eine Überprüfung der Einstufung kann sowohl vom Bewohner, den
Mitarbeitern oder den Angehörigen angeregt werden.

Entsprechend der Einstufung zahlen die Pflegekassen einen Zuschuss
zu den Heimkosten in Höhe von:

  • Pflegegrad I0,00 €
  • Pflegegrad II770,00 €
  • Pflegegrad III1.262,00 €
  • Pflegegrad IV1.775,00 €
  • Pflegegrad V2.005,00 €

Nicht pflegebedürftige Bewohner/-innen haben keinen Anspruch auf Leistungen der Pflege-
kassen. Sie sollten in jedem Fall prüfen, ob die Rente und ggf. das Vermögen zur Deckung
der Heimkosten ausreichen bzw. nicht gedeckte Kosten vom Sozialamt übernommen werden.

Pflegewohngeld

Neben den Zuschüssen der Pflegekasse kann jeder/e Heimbewohner/-in einen Antrag auf
Pflegewohngeld stellen. Der Antrag selbst wird durch das Ev. Martinstift gestellt, Bewohner
oder Angehörige müssen dem Kreis gegenüber aber Auskunft und Unterlagen, die die
regelmäßigen Einkünfte, Zinserträge etc. betreffen, beibringen. Das Pflegewohngeld wird vom
Land NRW einkommensabhängig gewährt, wobei das Stammvermögen bis zu einem Betrag
von 10.000 € unberücksichtig bleibt. Dieses Pflegewohngeld ist ein bewohnerorientierter
Aufwendungszuschuss für die Investitionskosten des Pflegeheimes, vergleichbar dem
Wohngeld in der eigenen Häuslichkeit. Der Höchstzuschuss beläuft sich auf den Gesamtbetrag
der Investitionskosten.

Selbstzahler oder Sozialhilfeberechtigte

Trotz Zuschuss der Pflegeversicherung und Pflegewohngeld sind nur wenige Menschen in der
Lage, die gesamten Heimkosten durch laufende Einnahmen selber zu tragen. Wer eine hohe
Rente hat oder Anspruch auf Beamtenbeihilfe, wer Zahlungen aus der privaten Pflegeversiche-
rung erhält oder Vermögen hat, muss eine zeitlang oder auf Dauer die Heimkosten selbst
aufbringen. Ansonsten ist ein Antrag auf Kostenübernahme beim Sozialamt notwendig. Der
gesetzlich beschriebene Anspruch auf Hilfe beinhaltet nicht nur die ergänzende Übernahme der
Heimpflegekosten, sondern berechtigt auch zu notwendigen weiteren Hilfen und Beihilfen.
Unter anderem besteht dann ein Anspruch auf einen Barbetrag zur persönlichen Verfügung,
Bekleidungsbeihilfen, Befreiungsscheine usw. Auskünfte geben hierzu die Pflegekassen und der
Kreis Paderborn.